ROH

2. Hälfte letztes Jhd.

(Tschechische Republik)

 

 

Nach dem Zerlegen der Mühle zwecks Reinigung hatte ich eigentlich beschlossen, diese "Kaffeemühle" hier nicht abzubilden. Wie man an den Aufklebern sehen kann, handelt es sich hier um ein Souvenir aus Marienbad in der Tschechischen Republik. Als Souvenir oder Dekoartikel muss diese Mühle auch angesehen werden, nicht als echte Kaffeemühle. Der Grund ist, dass in fast allen Teilen Fehler stecken (siehe weiter unten) die in Summe gesehen den Gebrauch zum Kaffeemahlen unmöglich machen. Aber auch an schlechten Beispielen kann man lernen...

Höhe bis Kurbel: 20 cm

Höhe Körper: 14 cm

Durchmesser Mitte: 8 cm

 

sonstiges: 

Wie schon oben erwähnt, stecken bei dieser Mühle Fehler in fast jedem Teil die in Summe gesehen ein Gebrauch, nämlich das Mahlen von Kaffeebohnen, unmöglich machen:

 

Schon die Initalen ROH sagen einem Laien, dass es sich hier wahrscheinlich nicht um eine qualitativ hochwertige Mühle handeln kann. Während alle namhaften Hersteller Ihren Firmennamen sauber in das Kurbelblatt eingraviert hatten, sind die Buchstaben ROH unsauber und kaum lesbar eingeschlagen worden.

 

 

 

 

Mal davon abgesehen, dass das Kubelblatt im Gegensatz zu anderen Herstellern relativ dünn ist, ist es auch ungewöhnlich kurz was zur Folge hat, dass beim Mahlen mehr Kraft aufgewendet werden muss

 

 

 

Eigentlich war vorgesehen, dass der Deckel auf den Mühlenkörper aufgeschraubt wird, das Gewinde ist auf dem Foto zu erkennen. Allerdings greift es nicht mit dem Gewinde am Mühlenkörper, der Deckel liegt also nur lose auf...

 

 

 

 

Das Unterteil der Mühle, der Kaffeepulverbehälter, wird wie der Deckel am Mühlenkörper aufgeschraubt. Hier packt das Gewinde, allerdings ist es so stramm, dass es nur laut quietschend mit großer Kraft gedreht werden kann.

 

 

 

 

Während man die oben genannten Fehler vielleicht noch als "Schönheitsfehler" bezeichnen kann, sind die am Mahlwerk vorhandenen Fehler unverzeihlich:

  • Eine Kerbe im Mahlkegel (auf 10 Uhr)
  • Was auf diesem Foto nur schwer zu erkennen ist, der Mahlkegel ist unrund! Dadurch entstehen unterschiedliche Abstände zwischen Mahlkegel und Mahlkranz was zu ungleichmäßigen Kaffeepulver führt. Hinzu kommt noch, dass das Mahlwerk durch den unrunden Kegel beim Mahlen stark ruckelt
  • Damit die Mahlgradschraube sich beim Mahlen nicht selbstständig verstellt, wurde in aller Regel eine Spiralfeder auf die Mahlgradschraube gesteckt, diese fixierte die Schraube. Hier ging man einen anderen Weg... Das Gewinde wurde so eng geschnitten, dass die Schraube fest sitzt, sie kann sich auch ohne Feder nicht verstellen. Allerdings ist sie händisch auch nicht zu verstellen, das geht nur mit einer Zange und viel Kraft...
  • Der Mahlkegel ist allerbilligste Produktion. Ein qualitiativ hochwertiger Mahlkegel hat wie dieser im oberen Teil die Grobrillung um die Bohnen grob zu zerkleinern. Im unteren Bereich jedoch muss eine Feinrillung eingefräst sein, nur so bekommt man feines und homogenes Kaffeepulver. Bei diesem Mahlwerk ist auf die Feinrillung verzichtet worden.

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