Dienes "Mahlchen"

und

Dienes 538 (Mahlchen)

von ca. 1955 - ca. 1959

Dienes "Mahlchen"

Dienes 538 (Mahlchen)

Das Dienes "Mahlchen" ist das einzige Modell ohne Modellnummer. Dienes hatte diese Mühle in den Katalogen und Preislisten immer nur unter dem Namen "Mahlchen" aufgeführt. Das Modell in Holz wurde unter der Modellnummer 538 aufgelistet, teilweise in Klammern gesetzt mit der Zusatzbezeichnung "Mahlchen".

Rein optisch auf den ersten Blick zwei ganz unterschiedliche Kaffeemühlen. Wenn man sich das Modell 538 jedoch genauer anschaut bemerkt man, dass diese Mühle das aus Kunststoff gefertigte Modell "Mahlchen" mit einer Holzummantelung ist. Also quasi exakt die selben Mühlen, die 538 ist lediglich mit dem Krschholzkasten optisch aufgewertet worden. Für diese "Verschönerung" schlug Dienes beim Preis auch fast 50% auf...

 

 

Zur Patentschrift Nr. 938608 "Mahlwerksregulierung"

Zur Patentschrift Nr. 974676 "abschließende Platte mit Einfüll- und Austragsöffnung"

Dienes "Mahlchen"

Mahlwerk mit Gewindestange

 

 

Nut der außenliegenden Mahlgrad-schraube

Mahlgrad- schraube am Boden

 

Dienes 538 "Mahlchen"

  • Der Mühlenkörper besteht aus Kunststoff (bei 538 mit einem Kirschholzkasten ummantelt)
  • Deckel und Kurbel vernickelt
  • Unterstelliges, flachklammergelagertes Mokka-Mahlwerk
  • Herstellung:
    • Mahlchen um 1955 bis ca. 1959 (in Dienes-Katalogen von 1955-1959 angeboten)
    • Nr. 538 um 1955 bisca. 1957 (im Katalog von 1959 nicht mehr aufgeführt)
  • Maße ca. (H.B.T.)

23 cm

14,5 cm

14,5 cm

 

sonstiges:

  • Ursprünglich war auf der Frontseite im linken oberen Bereich der Schriftzug "Mahlchen" aufgebracht (nur beim Mahlchen).

  • Der rechte Deckel ist die Öffnung zum Bohnentrichter, aus der linken Öffnung entnimmt man das Kaffeepulver.

  • Damit die Mühle zwecks Reinigung zerlegt werden konnte, musste Dienes die außen am Boden angebrachte Mahlgradschraube "lose" mit der Gewindestange der Mahlgradregulierung verbinden --> das Ende der Gewindestange griff in die Nut der Mahlgradschraube und konnte so im zusammengebauten Zustand verstellt werden.

  • Kaffeemühlen dieser Art wurden  in den 1950er Jahren auch von anderen Herstellern angeboten. Auffällig ist, dass alle Hersteller ihrem Modell Namen gegeben hatten. Während Dienes der oben gezeigten Mühle den Namen "Mahlchen" gab, hieß die Mühle von KyM "Milly" und bei der Firma BeHa "Liliput".

 

Kleines Hintergrundwissen:

Die stufenförmig, nach oben hin abgeschrägte Kurbel, welche die Fa. Dienes in den 1950er Jahren einführte, wurde nötig aufgrund der flachen Bohnendeckel bei denen man in Gefahr lief, sich beim Kaffeemahlen die kurbelnde Hand zu verletzen.

Dienes Patent-Nummer DE1657404 vom 19.05.1953

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