KyM Schoßmühle

Nr. 781/783/785/789

von ca. 1930-1939

 

 

Diese Mühle wurde mit zwei verschiedenen Mahlgradverstellungen hergestellt. Das rechts abgebildete Modell von ca. 1928/29 ist mit der für die damalige Zeit typischen Klemmfeder ausgestattet. Ab ca. 1930 ging KyM dazu über, die meisten Modelle mit dem "patentierten Feinsteller" mittels Mutterhülse auszustatten, 

so auch das unten gezeigte Modell Nr. 783.  Weitere Unterschiede bestehen in der Art der Kurbel, dem Schubladenknopf und vor allem beim Holzdeckel und Holzboden, die beim Modell von 1928/29 aus Ahorn gefertigt sind. Diese Holzart ist in den Katalogen ab 1930 nicht mehr aufgeführt.

Modelle mit der Klemmfeder sind aufgrund des viel kürzeren Produktionszeitraums erheblich seltener. 

Modell 783

  • Der massive Mühlenkörper besteht aus polierter Kirsche
  • Kurbel und Deckelbügel vernickelt
  • Einseitig zu öffnender Deckel
  • Oberstelliges Mahlwerk
  • Herstellung ca. 1928-1939 (aufgeführt in den Katalogen von 1930 bis 1939)
  • Maße:

Breite x Tiefe: 11,3 x 11,3cm

Breite Deckel: 13,5 x 13,5 cm

Höhe gesamt: 22,5 cm

 

sonstiges:

  • Wie rechts an dem Katalogausschnitt zu sehen ist, wurde dieses Modell in 3 Holzvarianten oder in Schleiflack mit unterschiedlichen Nummern angeboten.
  • Hervorzuheben bei dieser Mühle ist die sehr praktische, oberstellige Mahlgradregulierung, auf die KyM ein Patent hatte. Im Katalog von 1938 wird diese Mahlgradregulierung als "KyM-DRP-Feinsteller" angepriesen (DRP=Deutsches Reichs Patent). Ab 1947 hat die Firma Peugeot diese Mahlgradregulierung bei einem ihrer erfolgreichsten Mühlen, dem Modell EX, ebenfalls eingesetzt. Auch in der damaligen DDR haben verschiedene Volkseigene Betriebe (z. B. VEB Holzwaren Struth) diese Verstellung bis in die 1950er Jahre verbaut.
  • Die Mahlgradregulierung besteht aus einer 6-Kanthülse mit "Fein"- und "Grob" Gravierung mit Richtungspfeil. Die Hülse ist vertikal bewegbar, die ca. 2mm dicke Mutter in der Mitte ist mittels Gewinde in die unten, feststehende Mutter eingeschraubt. Zur Verstellung des Mahlgrades wird die Hülse über die mittig sitzende Mutter geschoben. Durch Drehung nach links oder rechts wird der Mahlkegel angehoben bzw, abgesenkt wodurch der Mahlkegel mehr oder weniger weit in den Mahlkranz gedrückt wird. 

Ist der gewünschte Mahlgrad eingestellt, wird die Hülse über beide Muttern geschoben und ein Verstellen des Mahlgrades ist nicht mehr möglich. Ein ganz einfaches und praktisches Prinzip.

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