Alles über Coulaux

(Frankreich)

Jacques Coulaux

 

  • 1801: Jacques et Julien Coulaux übernehmen sukzessive die kaiserliche Produktion der Blankwaffen (Hieb-, Stich-, Schlag-, Stoß-, Schutzwaffen etc.) und die königliche Fabrik in Klingenthal. Sehr bald wurde die Produktpalette um Werkzeuge und Kaffeemühlen erweitert.
  • 1818: Jean-Guillaume Goldenberg (07.12.1778 in Remscheid-Bliedinghausen – 18.02.1858) wandert aus politischen Gründen mit seinem Sohn Gustave Goldenberg (10.05.1805 in Remscheid-Bliedinghausen – 25.08.1871 in Paris) nach Molsheim im Elsass in Frankreich aus. Er wird bei Coulaux Leitender Direktor und arbeitet dort bis zu seinem Lebensende.
  • 1829 : Coulaux erhielt das französische Kaffeemühlen-Patent 1BA3336 vom 23/07/1829
  • 1830 : Coulaux erhielt das französische Kaffeemühlen-Patent 1BA3336(1) vom 12/02/1830
  • 1838: Julien Coulaux ersteigert die royale Manufaktur und überlässt das Unternehmen seinem Sohn Charles-Louis Coulaux, das dieser unter dem Namen „Coulaux Aîné & Cie“ führt.

Coulaux erhielt die beiden französischen Kaffeemühlen-Patente 1BA1710 vom 08/01/1838 und 1BA1710(1) vom 28/12/1838

  • 1840: Charles-Louis Coulaux wird Eigentümer der Fabriken in Molsheim, Gresswiller, Mutzig und Klingenthal. Das Unternehmen führt den Namen „Coulaux & Cie“.
  • 1843: Coulaux erhielt das französische Kaffeemühlen-Patent 1BA1710(2) vom 28/02/1843
  • 1887: Julien Coulaux, Sohn des Charles-Louis Coulaux führt das Unternehmen bis 1925
  • 1925: Das Familienunternehmen Coulaux wird zur Aktiengesellschaft "Coulaux et Compagnie S.A." mit Hauptsitz in Montbrisson (Loire) und Generaldirektion in Paris. Die Familie Firminy (heute Marine-Firminy) hält die Mehrheit der Anteile.
  • 1928: Übernahme des jetzt französischen Unternehmens  Mutzig-Framont.
  • 1942: Einstellung der Kaffeemühlenproduktion(1).
  • 1962: Am 1. Februar stellt Coulaux die Unternehmensaktivitäten endgültig ein.

 

 

Coulaux Schoßmühle

von ca. 1820

 

  • Der gefugte Mühlenkörper ist aus Nussbaum gefertigt
  • Schubladenknopf, Firmenschild, Deckel, Einfülltrichter und Hutmutter aus Messing
  • Unterstelliges, extern verstellbares Mahlwerk 
  • Herstellung ca. 1820
  • Maße ca. (H.B.T.)

23,5 cm

18,5 cm

18,5 cm

 

sonstiges:

Diese ca. 200 Jahre alte Kaffeemühle ist eine richtige Rarität mit einigen Besonderheiten:

  • ​Relativ selten für diese Herstellungszeit ist der gefugte Mühlenkörper, die Seitenwände wurden in der Regel durch Verzinkung/Verzahnung zusammen gehalten.
  • Außergewöhnlich auch der waagerecht gleitende Messingdeckel zur Abdeckung des Bohnentrichters.
  • Das Ungewöhnlichste und meines Wissens Einzigartige an Mühlen aus dieser Zeit ist jedoch die an der Frontplatte angebrachte, externe Mahlgradverstellung. Die auf der Vorderseite unterhalb des Firmenschilds angebrachte Mahlgrad-Justierschraube ist im Inneren mit einer auf der Oberseite schräg ausgeführten Platte verbunden. Auf dieser Schrägen liegt der Dorn des Mahlkegels auf. Durch drehen der Justierschraube wird der Mahlkegel durch die schräg ausgeführte Platte angehoben bzw. abgesenkt und somit mehr oder weniger weit in den Mahlkranz gedrückt (1. und 2. Foto untere Reihe). Das hat letztendlich einen Einfluss auf die Feinheit des Kaffeepulvers. 

​Das selbe Prinzip der Mahlgradjustierung hat ca. 130 Jahre später die Firma Dienes bei einigen Ihrer Modelle (z. B. Nr. 543 und Nr. 558) "neu" eingeführt.

 

(1) Quelle: D. Samrowski, Geschichte der Kaffeemühlen, Band 12

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